In den ärmsten Ländern der Welt riskieren Frauen bei der Geburt eines Kindes ihr Leben. Jedes Jahr sterben Millionen von Kindern an behandelbaren und vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall.
Die Herausforderung
Jedes Jahr sterben mehr als eine halbe Million Frauen durch Komplikationen bei der Entbindung. 8,8 Millionen Kinder sterben vor Erreichen ihres fünften Lebensjahres. Die überwiegende Mehrheit aller Todesfälle bei Müttern und Kindern entfällt auf die ärmsten Länder der Welt. Krankheiten wie Lungenentzündung, Durchfall, Malaria und Masern, die in Industrieländern nur sehr wenige Opfer fordern, bilden global betrachtet weiterhin die Haupttodesursache bei Kindern. Jede 22. Frau in einem afrikanischen Land südlich der Sahara stirbt während der Entbindung. In Deutschland liegt das Verhältnis bei 1:19.200. Eine der wichtigsten Ursachen für diese enormen Unterschiede sind die rudimentären Gesundheitssysteme: Ein Mangel an Ärzten und Pflegepersonal, Kliniken und medizinischer Ausrüstung bedeutet, dass viele Frauen und Kinder keinen Zugang zu grundlegenden medizinischen Leistungen wie Impfungen und Schwangerenfürsorge haben.
Die Chance
Millionen von Leben könnten gerettet werden, wenn den Müttern und Kindern in den ärmsten Ländern der Welt einfache medizinische Leistungen zur Verfügung stünden. 80 Prozent aller geburts- und schwangerschaftsbezogenen Todesfälle ließen sich bei elementarer medizinischer Betreuung verhindern. Viele der Lösungen, insbesondere für Kinder, kosten nicht einmal viel. Mit einer Ergänzung von Nahrungsmitteln durch Vitamin A im Wert von 1 Euro pro Jahr könnte beispielsweise mehr als eine Viertelmillion Kinder gerettet werden.
Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kinder hätten in den ärmsten Ländern der Welt langfristig positive Auswirkungen: Kinder, die ihre Mütter verloren haben, sterben mit fünfmal höherer Wahrscheinlichkeit noch vor Vollendung ihrer Kindheit als Kinder mit Müttern. Gesunde Kinder wiederum besuchen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Schule und lernen besser. Dadurch sind sie als Erwachsene leistungsfähiger.
Dank des besseren Zugangs zu einer elementaren medizinischen Versorgung und einfachen Mitteln wie Impfungen, Moskitonetzen und Vitamin-A-Nahrungsergänzung wächst die Zahl geretteten Kinder und Mütter jährlich.
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Berlin. Jedes Jahr sterben weltweit 8.800.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Trotz dieser immens hohen Zahl gibt es eine gute Nachricht: es ist der niedrigste Wert seit Unicef Berichte zur weltweiten Kindersterblichkeit veröffentlicht. Grund für diesen Erfolg ist die Ausweitung relativ einfacher und preisgünstiger Maßnahmen wie Impfungen gegen Masern, Moskitonetze und Vitaminpräparate. WEITERLESEN
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unter fünf Jahren sterben jedes Jahr – häufig an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten.
sterben jedes Jahr während der Entbindung.
ließen sich verhindern, wenn die Frauen Zugang zu grundlegenden medizinischen Leistungen hätten.