Regierungsführung und Stabilität

Gute Regierungsführung und Stabilität sind entscheidend für die Bekämpfung der Armut in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Die Herausforderung

Trotz zunehmender Demokratisierung und Stabilität in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara stellen Korruption und Konflikte weiterhin große Hindernisse für die Beendigung extremer Armut auf dem Kontinent dar. Neben den Folgen für Mensch und Psyche, die Korruption und Konflikte für die Bevölkerung afrikanischer Staaten haben, wird auch Geld vernichtet - allein durch Korruption gehen dem Kontinent pro Jahr etwa $148 Mrd. verloren. Die indirekten Kosten von Korruption und Konflikten sind noch verheerender. Verglichen mit den Ländern, die von Konflikten verschont sind, gibt es in den afrikanischen Länder, in denen bewaffnete Konflikte toben, im Schnitt 50 Prozent mehr Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren, 15 Prozent mehr unternährte Menschen, 20 Prozent mehr erwachsene Analphabeten und 2,5 Ärzte pro 1000 Einwohner weniger.

Die Chance

Konfliktfreie Länder mit einer politischen Führung, die sich gegenüber ihren Bürgern verpflichtet fühlt, haben beste Chancen, den Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu gewinnen. Nur bei transparenter Regierungsführung, Bürgerbeteiligung und Rechtstaatlichkeit ist gewährleistet, dass knappe Mittel sinnvoll eingesetzt werden und auch den Ärmsten zugute kommen.

Es liegt in der Verantwortung der Regierenden in Afrika, Regierungsführung und Stabilität zu verbessern. Aber auch die Geberländer müssen ihren Beitrag bei der Förderung und Unterstützung von Verantwortlichkeit, Transparenz und Stabilität leisten.

Das Thema im Detail

Politik aktuell

Fortschrittsbericht

Brennpunkte zum Thema

  • Die Koalitionsverhandlungen

    28.09.2009

    Die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP kann bereits mit dem Koalitionsvertrag zeigen, dass sie den Kampf gegen extreme Armut ernsthaft voranbringen will. WEITERLESEN

  • DATA Bericht 2009

    11.06.2009

    Im DATA Bericht geht es um Verantwortung. Er beobachtet den Weg, den die G8 bei der Erfüllung der an Afrika gemachten Versprechen einschlagen. WEITERLESEN

  • Simbabwe im Fokus

    17.12.2008

    ONEs Analyse der Situation in Simbabwe und notwendige Schritte.
    WEITERLESEN

Presse

Pressemitteilungen zum Thema

  • „Krawall statt Konstruktives“

    21.09.2009

    Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation. WEITERLESEN

  • Scheitern die G8-Versprechen für Afrika an Italien und Frankreich?

    11.06.2009

    Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes. WEITERLESEN

Fakten auf einen Blick

  • 50% mehr

    Kinder sterben in afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in denen Konflikte toben - verglichen mit den stabilen Ländern. Außerdem liegt die Zahl der Unterernährten um 15% und die der Analphabeten um 20% höher. Zudem gibt es 2,5 weniger Ärzte pro 1000 Einwohner.

  • $148 Mrd.

    gehen den afrikanischen Ländern südlich der Sahara jedes Jahr durch Korruption verloren. Dies entspricht etwa einem Viertel des Bruttosozialproduktes der Region.

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