Gute Regierungsführung und Stabilität sind entscheidend für die Bekämpfung der Armut in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
Die Herausforderung
Trotz zunehmender Demokratisierung und Stabilität in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara stellen Korruption und Konflikte weiterhin große Hindernisse für die Beendigung extremer Armut auf dem Kontinent dar. Neben den Folgen für Mensch und Psyche, die Korruption und Konflikte für die Bevölkerung afrikanischer Staaten haben, wird auch Geld vernichtet - allein durch Korruption gehen dem Kontinent pro Jahr etwa $148 Mrd. verloren. Die indirekten Kosten von Korruption und Konflikten sind noch verheerender. Verglichen mit den Ländern, die von Konflikten verschont sind, gibt es in den afrikanischen Länder, in denen bewaffnete Konflikte toben, im Schnitt 50 Prozent mehr Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren, 15 Prozent mehr unternährte Menschen, 20 Prozent mehr erwachsene Analphabeten und 2,5 Ärzte pro 1000 Einwohner weniger.
Die Chance
Konfliktfreie Länder mit einer politischen Führung, die sich gegenüber ihren Bürgern verpflichtet fühlt, haben beste Chancen, den Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu gewinnen. Nur bei transparenter Regierungsführung, Bürgerbeteiligung und Rechtstaatlichkeit ist gewährleistet, dass knappe Mittel sinnvoll eingesetzt werden und auch den Ärmsten zugute kommen.
Es liegt in der Verantwortung der Regierenden in Afrika, Regierungsführung und Stabilität zu verbessern. Aber auch die Geberländer müssen ihren Beitrag bei der Förderung und Unterstützung von Verantwortlichkeit, Transparenz und Stabilität leisten.
Viele Regierungen afrikanischer Länder südlich der Sahara gehen gegen Korruption vor, um zu gewährleisten, dass die Mittel aus der Entwicklungszusammenarbeit und den Schuldenerlassen die Menschen erreichen, die diese am dringendsten benötigen.
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Kinder sterben in afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in denen Konflikte toben - verglichen mit den stabilen Ländern. Außerdem liegt die Zahl der Unterernährten um 15% und die der Analphabeten um 20% höher. Zudem gibt es 2,5 weniger Ärzte pro 1000 Einwohner.
gehen den afrikanischen Ländern südlich der Sahara jedes Jahr durch Korruption verloren. Dies entspricht etwa einem Viertel des Bruttosozialproduktes der Region.