67,5 Millionen Kinder weltweit gehen nicht zur Schule. Davon leben 95 Prozent in Entwicklungsländern.
Die Herausforderung
Mangelnder Zugang zu guter Schulbildung hat zur Folge, dass weltweit Millionen von Menschen in extremer Armut gefangen bleiben. Der überwiegende Teil der 67,5 Millionen Kinder, denen bisher ein Schulbesuch verwehrt bleibt, gehört den ärmsten und am schwersten zu erreichenden Schichten an. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Mädchen, und die meisten leben in von Konflikten zerrütteten Ländern und außerhalb der großen Städte. Viele der Kinder, die eine Schule besuchen, verlassen diese ohne grundlegende Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse. Grund dafür sind fehlende Lehrer, Schulbücher oder Unterrichtsräume. Der Wegfall von Schulgebühren ermöglichte in den letzten Jahren in vielen Ländern Millionen Kindern den Besuch einer Schule. Andere Kosten wie beispielsweise für die Anschaffung von Schuluniformen und Prüfungsgebühren verhindern jedoch weiterhin einen freien Zugang zu Bildung. Außerdem bleibt den Kindern (insbesondere Töchtern) vieler armer Familien ein Schulbesuch verwehrt, weil sie bei der Haus- und Feldarbeit oder der Beschaffung von Wasser helfen müssen.
Die Chance
Bildung eröffnet Kindern und Familien einen Weg aus der Armut. Der volkswirtschaftliche Nutzen geht jedoch noch darüber hinaus, weil eine gute Bildung für die ärmsten Länder der Welt positive Auswirkungen auf Bereiche wie Gesundheit und Wirtschaft hat. Gebildete Mütter haben in der Regel kleinere Familien, lassen ihre Kinder impfen und schicken sie zur Schule. Zudem legt Bildung die Grundlagen für einen wirtschaftlichen Aufstieg von Familien und ganzen Ländern. Außerdem verstärkt sie die Teilhabe der Staatsbürger am Gemeinwesen - entscheidend für die Herausbildung von Demokratien.
Viele Länder haben durch verstärkte Investition in diesem Sektor die ersten Schritte zur Erschließung dieses Potentials getan. So wurden in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zwischen 1999 und 2008 beispielsweise 46,5 Millionen Kinder zusätzlich eingeschult, nachdem ein Teil der durch den Schuldenerlass freiwerdenden Gelder für die Abschaffung von Schulgebühren verwendet wurde.
Millionen von Kindern in afrikanischen Ländern südlich der Sahara besuchen jetzt die Grundschule. Möglich wurde dies durch neue Schwerpunkte in der Politik der afrikanischen Länder sowie durch Mittel aus dem Schuldenerlass und der Entwicklungszusammenarbeit.
WEITERLESEN
Sag den Staats- und Regierungschefs der Welt, dass Bildung für alle Kinder der wichtigste Treffer wäre. WEITERLESEN
Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
WEITERLESEN
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird. WEITERLESEN
Berlin. In Berlin beginnen heute die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP. Dabei stellen die Parteien auch die Weichen für die deutsche Entwicklungspolitik der nächsten vier Jahre. ONE fordert, dass die Zusagen für bessere und mehr Entwicklungsarbeit und fairen Handel berücksichtigt und die Entwicklungspolitik institutionell gestärkt wird. Zugleich machen sich Jana Pallaske, Minh-Khai Phan-Thi und Rea Garvey in dieser Woche in Tansania ein Bild von Erfolgen und Herausforderungen moderner Entwicklungspolitik.
WEITERLESEN
Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation. WEITERLESEN
Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes. WEITERLESEN
wurden zwischen 1999 und 2008 zusätzlich eingeschult. Möglich wurde dies durch die dank des Schuldenerlasses freiwerdenden Gelder, die in die Bildung fließenden Entwicklungshilfemittel und den höheren Stellenwert, den die Regierungen afrikanischer Länder der Bildung einräumten.
werden südlich der Sahara gebraucht, damit bis 2015 alle Kinder die Grundschule besuchen können.
steigen die Überlebenschancen von Kindern, wenn ihre Mütter fünf Jahre eine Schule besucht haben.