Bildung

75 Millionen Kindern auf dieser Welt bleibt ein Schulbesuch verwehrt. Diese Zahl entspricht in etwa der Gesamtzahl aller Kinder im Grundschulalter in Europa und Nordamerika.

Die Herausforderung

Mangelnder Zugang zu guter Schulbildung hat zur Folge, dass weltweit Millionen von Menschen in extremer Armut gefangen bleiben. Der überwiegende Teil der 75 Millionen Kinder, denen bisher ein Schulbesuch verwehrt bleibt, gehört den ärmsten und am schwersten zu erreichenden Schichten an. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Mädchen, und die meisten leben in von Konflikten zerrütteten Ländern und außerhalb der großen Städte. Viele der Kinder, die eine Schule besuchen, verlassen diese ohne grundlegende Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse. Grund dafür sind fehlende Lehrer, Schulbücher oder Unterrichtsräume. Der Wegfall von Schulgebühren ermöglichte in den letzten Jahren in vielen Ländern Millionen Kindern den Besuch einer Schule. Andere Kosten wie beispielsweise für die Anschaffung von Schuluniformen und Prüfungsgebühren verhindern jedoch weiterhin einen freien Zugang zu Bildung. Außerdem bleibt den Kindern (insbesondere Töchtern) vieler armer Familien ein Schulbesuch verwehrt, weil sie bei der Haus- und Feldarbeit oder der Beschaffung von Wasser helfen müssen.

Die Chance

Bildung eröffnet Kindern und Familien einen Weg aus der Armut. Der volkswirtschaftliche Nutzen geht jedoch noch darüber hinaus, weil eine gute Bildung für die ärmsten Länder der Welt positive Auswirkungen auf Bereiche wie Gesundheit und Wirtschaft hat. Gebildete Mütter haben in der Regel kleinere Familien, lassen ihre Kinder impfen und schicken sie zur Schule. Zudem legt Bildung die Grundlagen für einen wirtschaftlichen Aufstieg von Familien und ganzen Ländern. Außerdem verstärkt sie die Teilhabe der Staatsbürger am Gemeinwesen - entscheidend für die Herausbildung von Demokratien.

Viele Länder haben durch verstärkte Investition in diesem Sektor die ersten Schritte zur Erschließung dieses Potentials getan. So wurden in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zwischen 1999 und 2006 beispielsweise 34 Millionen Kinder zusätzlich eingeschult, nachdem ein Teil der durch den Schuldenerlass freiwerdenden Gelder für die Abschaffung von Schulgebühren verwendet wurde.

Das Thema im Detail

Politik aktuell

Fortschrittsbericht

  • Bildung in Afrika südlich der Sahara

    22.05.2009

    Millionen von Kindern in afrikanischen Ländern südlich der Sahara besuchen jetzt die Grundschule. Möglich wurde dies durch neue Schwerpunkte in der Politik der afrikanischen Länder sowie durch Mittel aus dem Schuldenerlass und der Entwicklungszusammenarbeit.
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Brennpunkte zum Thema

  • Die Koalitionsverhandlungen

    28.09.2009

    Die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP kann bereits mit dem Koalitionsvertrag zeigen, dass sie den Kampf gegen extreme Armut ernsthaft voranbringen will. WEITERLESEN

  • DATA Bericht 2009

    11.06.2009

    Im DATA Bericht geht es um Verantwortung. Er beobachtet den Weg, den die G8 bei der Erfüllung der an Afrika gemachten Versprechen einschlagen. WEITERLESEN

Presse

Pressemitteilungen zum Thema

  • ONE fordert Afrika-Versprechen ein – Künstler machen sich „Bilder der Entwicklung“ in Tansania

    05.10.2009

    Berlin. In Berlin beginnen heute die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP. Dabei stellen die Parteien auch die Weichen für die deutsche Entwicklungspolitik der nächsten vier Jahre. ONE fordert, dass die Zusagen für bessere und mehr Entwicklungsarbeit und fairen Handel berücksichtigt und die Entwicklungspolitik institutionell gestärkt wird. Zugleich machen sich Jana Pallaske, Minh-Khai Phan-Thi und Rea Garvey in dieser Woche in Tansania ein Bild von Erfolgen und Herausforderungen moderner Entwicklungspolitik.

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  • „Krawall statt Konstruktives“

    21.09.2009

    Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation. WEITERLESEN

  • Scheitern die G8-Versprechen für Afrika an Italien und Frankreich?

    11.06.2009

    Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes. WEITERLESEN

Fakten auf einen Blick

  • 34 Millionen afrikanische Kinder

    wurden zwischen 1999 und 2006 zusätzlich eingeschult. Möglich wurde dies durch die dank des Schuldenerlasses freiwerdenden Gelder, die in die Bildung fließenden Entwicklungshilfemittel und den höheren Stellenwert, den die Regierungen afrikanischer Länder der Bildung einräumten.

  • 1,8 Millionen zusätzliche Lehrer

    werden südlich der Sahara gebraucht, damit bis 2015 alle Kinder die Grundschule besuchen können.

  • Um 40 %

    steigen die Überlebenschancen von Kindern, wenn ihre Mütter fünf Jahre eine Schule besucht haben.

One Blog

Aus dem ONE Blog

20 11 2009

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10 11 2009

Zeitungsschau - 10. November 2009

Von ONE Deutschland

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06 11 2009

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