Die Herausforderung
Mangelnder Zugang zu guter Schulbildung hat zur Folge, dass weltweit Millionen von Menschen in extremer Armut gefangen bleiben. Der überwiegende Teil der 67,5 Millionen Kinder, denen bisher ein Schulbesuch verwehrt bleibt, gehört den ärmsten und am schwersten zu erreichenden Schichten an. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Mädchen, und die meisten leben in von Konflikten zerrütteten Ländern und außerhalb der großen Städte. Viele der Kinder, die eine Schule besuchen, verlassen diese ohne grundlegende Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse. Grund dafür sind fehlende Lehrer, Schulbücher oder Unterrichtsräume. Der Wegfall von Schulgebühren ermöglichte in den letzten Jahren in vielen Ländern Millionen Kindern den Besuch einer Schule. Andere Kosten wie beispielsweise für die Anschaffung von Schuluniformen und Prüfungsgebühren verhindern jedoch weiterhin einen freien Zugang zu Bildung. Außerdem bleibt den Kindern (insbesondere Töchtern) vieler armer Familien ein Schulbesuch verwehrt, weil sie bei der Haus- und Feldarbeit oder der Beschaffung von Wasser helfen müssen.
Die Chance
Bildung eröffnet Kindern und Familien einen Weg aus der Armut. Der volkswirtschaftliche Nutzen geht jedoch noch darüber hinaus, weil eine gute Bildung für die ärmsten Länder der Welt positive Auswirkungen auf Bereiche wie Gesundheit und Wirtschaft hat. Gebildete Mütter haben in der Regel kleinere Familien, lassen ihre Kinder impfen und schicken sie zur Schule. Zudem legt Bildung die Grundlagen für einen wirtschaftlichen Aufstieg von Familien und ganzen Ländern. Außerdem verstärkt sie die Teilhabe der Staatsbürger am Gemeinwesen - entscheidend für die Herausbildung von Demokratien.
Viele Länder haben durch verstärkte Investition in diesem Sektor die ersten Schritte zur Erschließung dieses Potentials getan. So wurden in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zwischen 1999 und 2008 beispielsweise 46,5 Millionen Kinder zusätzlich eingeschult, nachdem ein Teil der durch den Schuldenerlass freiwerdenden Gelder für die Abschaffung von Schulgebühren verwendet wurde.
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21.07.2010
Sag den Staats- und Regierungschefs der Welt, dass Bildung für alle Kinder der wichtigste Treffer wäre.
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25.05.2010
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird.
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05.10.2009
Berlin. In Berlin beginnen heute die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP. Dabei stellen die Parteien auch die Weichen für die deutsche Entwicklungspolitik der nächsten vier Jahre. ONE fordert, dass die Zusagen für bessere und mehr Entwicklungsarbeit und fairen Handel berücksichtigt und die Entwicklungspolitik institutionell gestärkt wird. Zugleich machen sich Jana Pallaske, Minh-Khai Phan-Thi und Rea Garvey in dieser Woche in Tansania ein Bild von Erfolgen und Herausforderungen moderner Entwicklungspolitik.
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21.09.2009
Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation.
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