Die Herausforderung
Die Folgen des Klimawandels bedrohen einige Fortschritte im Kampf gegen extreme Armut. Fachleute sagen voraus, dass in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara die Häufigkeit von Dürren und Überschwemmungen und die Wasserknappheit in Folge des Klimawandels zunehmen werden. Darüberhinaus gibt es Gefahren für die Gesundheitssituation und die Ernährungssicherheit. Dadurch wird das Erreichen der Millennium-Entwicklungsziele erschwert.
Die Chance
Die Verhandlungen über ein globales Klimaabkommen in diesem Jahr bieten den internationalen Staats- und Regierungschefs die einzigartige Möglichkeit, sich auch mit der Frage der Folgen des Klimawandels für die Ärmsten der Welt zu befassen. Dabei ist gezieltes Handeln an zwei Fronten gefordert: Anpassung an den Klimawandel und Vermeidung des Klimawandels.
Anpassung (adaptation):arme Länder müssen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels unterstützt werden
Vermeidung (mitigation): der Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern muss reduziert werden. Dazu sollten Reduzierungen in Entwicklungsländern voll auf die Reduktionsziele beispielsweise der EU anrechenbar sein. Dies würde durch einen Technologietransfer nicht nur einen Entwicklungsschub ermöglichen, sondern auch zukünftige Emissionen in Entwicklungsländern vermeiden.
Im Rahmen der gemeinsamen Erarbeitung eines globalen Klimaschutzabkommens dürfen die Staats- und Regierungschefs afrikanische Länder südlich der Sahara nicht als Problem sehen. Sie müssen begreifen, dass afrikanische Länder die Chance zu Lösungen bieten. So würde die Erhaltung der ausgedehnten Regenwälder im Kongo-Becken beispielsweise dazu beitragen, große Mengen schädlicher Treibhausgase zu binden. Zudem besitzt Afrika ein riesiges Potential für die Nutzung von solar- und geothermischer Energie sowie Biomasse als klimaneutrale Energiequellen.
Das Thema im Detail
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Kampagnen zum Thema
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25.11.2009
Vor dem Klimagipfel in Kopenhagen forderten ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus aller Welt den dänischen Premierminister und Kopenhagen-Gastgeber Lars Løkke Rasmussen dazu auf, eine gefährliche Milchmädchenrechnung in Kopenhagen zu verhindern - denn die Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern darf nicht mit der bereits versprochenen Entwicklungsfinanzierung verrechnet werden.
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Presse
Pressemitteilungen zum Thema
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28.11.2010
Berlin. Anlässlich des Weltklimagipfels appelliert ONE Deutschland an die Staatengemeinschaft, bei den Klimaverhandlungen auch die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele im Blick zu haben.
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25.05.2010
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird.
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04.02.2010
Berlin. Die Schwarz-Gelbe Koalition ist mit ehrgeizigen Reformplänen und der Ankündigung einer kohärenten Entwicklungspolitik gestartet. Gleichzeitig aber fällt Deutschland deutlich hinter seine finanziellen Verpflichtungen zurück. Auch an der Kohärenz gibt es erste Zweifel. Das ist das Fazit der entwicklungspolitischen Organisation ONE zu den ersten 100 Tagen Entwicklungspolitik von Union und FDP.
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Pressemitteilungen
zum Thema Klima und Entwicklung