Die Entwicklungsländer tragen keine Schuld am Klimawandel, unter seinen Folgen werden die Ärmsten der Welt jedoch besonders stark leiden.
Die Herausforderung
Die Folgen des Klimawandels bedrohen einige Fortschritte im Kampf gegen extreme Armut. Fachleute sagen voraus, dass in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara die Häufigkeit von Dürren und Überschwemmungen und die Wasserknappheit in Folge des Klimawandels zunehmen werden. Darüberhinaus gibt es Gefahren für die Gesundheitssituation und die Ernährungssicherheit. Dadurch wird das Erreichen der Millennium-Entwicklungsziele erschwert.
Die Chance
Die Verhandlungen über ein globales Klimaabkommen in diesem Jahr bieten den internationalen Staats- und Regierungschefs die einzigartige Möglichkeit, sich auch mit der Frage der Folgen des Klimawandels für die Ärmsten der Welt zu befassen. Dabei ist gezieltes Handeln an zwei Fronten gefordert: Anpassung an den Klimawandel und Vermeidung des Klimawandels.
Anpassung (adaptation):arme Länder müssen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels unterstützt werden
Vermeidung (mitigation): der Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern muss reduziert werden. Dazu sollten Reduzierungen in Entwicklungsländern voll auf die Reduktionsziele beispielsweise der EU anrechenbar sein. Dies würde durch einen Technologietransfer nicht nur einen Entwicklungsschub ermöglichen, sondern auch zukünftige Emissionen in Entwicklungsländern vermeiden.
Im Rahmen der gemeinsamen Erarbeitung eines globalen Klimaschutzabkommens dürfen die Staats- und Regierungschefs afrikanische Länder südlich der Sahara nicht als Problem sehen. Sie müssen begreifen, dass afrikanische Länder die Chance zu Lösungen bieten. So würde die Erhaltung der ausgedehnten Regenwälder im Kongo-Becken beispielsweise dazu beitragen, große Mengen schädlicher Treibhausgase zu binden. Zudem besitzt Afrika ein riesiges Potential für die Nutzung von solar- und geothermischer Energie sowie Biomasse als klimaneutrale Energiequellen.
Bis Ende des Jahres soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Afrika ist vom Klimawandel am stärksten betroffen, obwohl der Kontinent am wenigsten dazu beträgt. WEITERLESEN
Die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP kann bereits mit dem Koalitionsvertrag zeigen, dass sie den Kampf gegen extreme Armut ernsthaft voranbringen will. WEITERLESEN
Afrika ist Teil der Lösung.
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Die G8-Staaten müssen wahre Führungsstärke beweisen und - wenn sie denn das G8-Format weiter relevant halten wollen - beim Thema Entwicklung beweisen, dass sie handlungsfähig sind. WEITERLESEN
Im DATA Bericht geht es um Verantwortung. Er beobachtet den Weg, den die G8 bei der Erfüllung der an Afrika gemachten Versprechen einschlagen. WEITERLESEN
Berlin. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich in Pittsburgh. Die entwicklungspolitische Organisation ONE drängt sie, Afrika ins Zentrum der Überlegungen zur Überwindung der Krise zu stellen - und einem G20-Gipfel in Afrika zuzustimmen. WEITERLESEN
Der oberste Klimamanager der Uno, Yvo de Boer, nahm heute in Bonn über 18.800 Bitten von Unterstützern der entwicklungspolitischen Organisation ONE entgegen. ONE rief Yvo de Boer dazu auf, in den aktuellen Verhandlungen zur Kopenhagener Klimakonferenz sicherzustellen, dass die ärmsten Länder ausreichende Unterstützung zur Anpassung an den Klimawandel erhalten. Grund: Diese Länder haben den Klimawandel nicht verschuldet. Trotzdem trifft der Klimawandel die Ärmsten als erstes und am schwersten. WEITERLESEN
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in den afrikanischen Länder südlich der Sahara könnten in Folge des Klimawandels bis 2020 unter Wasserknappheit leiden.
könnten in Folge der steigenden Temperaturen bis 2080 in malariaverseuchten Gebieten leben.
und machen es damit zu einer der wichtigsten Kohlenstoffsenken der Welt.