Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
Die Herausforderung
Im Jahr 2000 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs von 189 Staaten mit den Millennium-Entwicklungszielen acht Ziele zur Reduzierung weltweiter Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2015. Die Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele würde das Leben von Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt verbessern. Dies setzt jedoch große Investitionen voraus, die für viele Entwicklungsländer nicht realisierbar sind. Durch die Festschreibung des achten Ziels und die Zusage, eine globale Entwicklungspartnerschaft aufzubauen, erkannten die Industrieländer an, dass die Entwicklungszusammenarbeit bei der finanziellen Unterstützung der Anstrengungen der armen Länder im Hinblick auf die Realisierung der Millenniumziele unabdingbar ist.
Reiche Länder gingen hinsichtlich der Erhöhung der Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren ehrgeizige Verpflichtungen ein. Einige Länder ließen ihren Worten Taten folgen, andere hielten ihre Zusagen bisher nicht ein. Angesichts der Folgen der globalen Finanzkrise und der gestiegenen Nahrungsmittelpreise, unter denen die armen Länder leiden, ist es wichtiger denn je, die Einhaltung dieser Verpflichtungen von unabhängiger Seite zu überwachen.
Die Chance
Seit Unterzeichnung der Millennium-Entwicklungsziele wurden durch höhere Ausgaben für den Kampf gegen Armut greifbare Ergebnisse erzielt und das Leben von Millionen erleichtert. Die Zahlen sprechen für sich: geschätzt vier Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner erhalten derzeit lebensrettende HIV/Aids-Behandlungen (gegenüber 50.000 im Jahr 2002). Allein aus Mitteln des Globalen Fonds wurden 122 Millionen Moskitonetze zum Schutz von Familien vor Malaria verteilt. Fortschritte wurden auch bei der Verbesserung des Zugangs zu einer schulischen Bildung erzielt. Zwischen 1999 und 2007 besuchten 42 Millionen afrikanische Kinder zum ersten Mal die Schule. Ermöglicht wurde dies durch die im Rahmen der Schuldenerlasse freiwerdenden Gelder sowie die in den Ausbau der Bildungssysteme fließenden Entwicklungsgelder.
Diese Ergebnisse sind der Beweis dafür, dass Entwicklungszusammenarbeit in den ärmsten Ländern der Welt einen Wandel bewirken kann - insbesondere dann, wenn sie mit transparenter Regierungsführung und einer auf Wachstum ausgerichteten Politik einhergeht.
Am 3. und 4. November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften in Cannes. Sie entscheiden dort auch über wichtige Fragen für die ärmsten Menschen der Welt.
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Das Erdbeben von Haiti ist mehr als sechs Monate her. Seither haben nur vier Länder ihre Zusagen für den Wiederaufbau eingehalten. WEITERLESEN
Eigentlich ist das gar nicht lustig: 2005 hat Italiens Premierminister Berlusconi mehr Entwicklungshilfe für Afrika versprochen. Leider hat er die Entwicklungshilfe seitdem gekürzt.
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Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
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Erinnere Angela Merkel an ihre entwicklungspolitischen Zusagen für 2010 und 2015 - damit Deutschland auch unter Schwarz-Gelb zu seinen Versprechen steht!
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Vor dem Klimagipfel in Kopenhagen forderten ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus aller Welt den dänischen Premierminister und Kopenhagen-Gastgeber Lars Løkke Rasmussen dazu auf, eine gefährliche Milchmädchenrechnung in Kopenhagen zu verhindern - denn die Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern darf nicht mit der bereits versprochenen Entwicklungsfinanzierung verrechnet werden.
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Oktober bis Dezember 2008
Im Oktober 2008 begann ONE erstmals mit Kampagnen, die explizit auf der Hilfe deutschsprachiger Unterstützerinnen und Unterstützer baute. 2008 hatte ein wichtiges Jahr zur Bekämpfung extremer Armut werden sollen. Doch die Finanzkrise wollte es anders.
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Berlin. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat heute veröffentlicht, in welcher Höhe die Mitgliedstaaten im Jahr 2010 Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit finanziert haben. Die Zahlen zeigen insgesamt einen positiven Trend. Deutschland stagniert bei den Leistungen an Sub-Sahara Afrika.
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Berlin. Das Bundeskabinett beschließt heute die Eckwerte des Bundeshaushalts für 2012. Mit einer Erhöhung von nur 113,8 Millionen Euro für den Haushalt von Entwicklungsminister Dirk Niebel rückt die Einhaltung von Deutschlands internationaler Zusage für Entwicklungsfinanzierung in immer weitere Ferne. WEITERLESEN
Berlin. Das Bundeskabinett will bereits am 16. März die Eckdaten für das Haushaltsjahr 2012 beschließen. Die entwicklungspolitische Organisation ONE verwies heute auf neueste Umfragezahlen, wonach die Mehrheit der Bundesbürger Deutschlands internationale Verpflichtungen zur Entwicklungsfinanzierung einhalten wollen, selbst wenn dies zu Mehrbelastungen führt. ONE fordert, den deutschen Beitrag für Armutsbekämpfung um 2,5 Milliarden Euro zu erhöhen. WEITERLESEN
Berlin. Heute haben Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen von Union bis Linkspartei die Bundesregierung aufgefordert, sich an ihre internationale Zusage zu halten und das Budget für Entwicklungszusammenarbeit erheblich anzuheben. Die entwicklungspolitische Organisation ONE begrüßt den „Entwicklungspolitischen Konsens" der Parlamentarier. WEITERLESEN
Berlin. ONE Deutschland ruft die Regierungschefs der Welt dazu auf, die International Development Association (IDA), bekannt als „Fonds für die Ärmsten", zu unterstützen. Am 14. und 15. Dezember findet in Brüssel die entscheidende Konferenz zur Finanzausstattung der Weltbanktochter für die kommenden drei Jahre statt. WEITERLESEN
Berlin. Heute stimmt das Parlament über den Haushalt für das Jahr 2011 und damit auch über den Etat von 6,22 Milliarden Euro für das Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ab. Leider ist die Bundesregierung trotz des Einsatzes von Entwicklungsminister Niebel weit hinter ihren Zusagen für die Entwicklungszusammenarbeit geblieben. Insbesondere Afrika südlich der Sahara wird vernachlässigt. WEITERLESEN
erhalten derzeit antiretrovirale Behandlung gegen HIV/Aids; verglichen mit nur 50.000 im Jahr 2002.
besuchten zwischen 1999 und 2007 dank der Schuldenerlasse und der für die Bildung bestimmten Entwicklungsgelder erstmalig eine Schule.
zur Entwicklungszusammenarbeit für Afrika südlich der Sahara bisher erfüllt – nach der Hälfte der Strecke bis zum Zieltermin 2010.