Die Herausforderung
Damit Entwicklungszusammenarbeit ihre optimale Wirkung entfaltet, muss sie transparent und vorhersagbar sein sowie in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Empfängerländern bereitgestellt werden. Hinsichtlich der Bereitstellung der Entwicklungszusammenarbeit durch die Geber und deren Verwendung durch die Empfängerländer gab es in den vergangenen Jahren einige Fortschritte. Dies gilt es jedoch zu beschleunigen.
Zunächst einmal müssen Geber- und Empfängerländer gegenüber ihren Parlamenten und Bürgern bezüglich der Verwendung von Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit aber auch von Eigenmitteln Rechenschaft ablegen. Dies ermöglicht es den Gebern und Empfängerländern, sich hinsichtlich der Verbesserung der Qualität der Entwicklungszusammenarbeit gegenseitig zu überprüfen. Zum Zweiten müssen die Systeme in den Empfängerländern verbessert und die Geber dadurch ermutigt werden, diese zu nutzen. Nur so lässt sich eine effizientere Verwendung von Hilfsgeldern und Eigenmitteln erreichen. Die Stärkung dieser Systeme erfordert Anstrengungen von Geber- und Empfängerseite gleichermaßen. Und nicht zuletzt müssen auch die Transaktionskosten für die Bereitstellung von Entwicklungszusammenarbeit sinken. Die Koordination der Entwicklungszusammenarbeit ist für die Empfängerländer mit hohen Kosten verbunden. Diese steigen wenn die Zahl der Geberorganisationen in den Empfängerländern wächst oder die Anzahl der Projekte zunimmt. Wenn sich die Geber bei der Bereitstellung von Entwicklungszusammenarbeit auf ähnliche Verfahren einigen und die Systeme in den Empfängerländern nutzen, können die Transaktionskosten sinken und die Hilfe wirksamer eingesetzt werden.
Die Chance
Entwicklungszusammenarbeit bewirkte in den zurückliegenden zehn Jahren enorme Fortschritte. Das beweist, dass sie funktioniert - insbesondere dann, wenn Geber und Empfängerländer ihren Teil dazu beitragen, die Qualität der bereitgestellten Ressourcen zu erhöhen. Es muss jedoch noch mehr getan werden, um die Wirksamkeit der eingesetzten Gelder weiter zu verbessern. 2005 einigten sich 150 Länder und multilaterale Institutionen in einer gemeinsamen Erklärung auf die Grundsätze für eine wirksamere Entwicklungszusammenarbeit für arme Länder. Mit ihrer Unterschrift unter die Pariser Erklärung zur Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit kamen die Unterzeichner im Jahr 2005 überein, ihren Fortschritt bei der Verbesserung der Qualität der geleisteten Hilfe anhand bestimmter Indikatoren zu überwachen. Für diese wurden in den meisten Fällen bis 2010 zu erreichende Ziele festgelegt. Auf dem G8-Gipfel in Gleneagles vereinbarten die G8-Staaten, „alle in der Pariser Erklärung hinsichtlich der Wirksamkeit der Entwicklungshilfe genannten Verpflichtungen umzusetzen und deren Umsetzung zu überwachen, darunter verstärkte Anstrengungen, die Entwicklungszusammenarbeit nicht an den Bezug von Waren und Dienstleistungen aus dem Geberland zu koppeln, sowie die zeitnahe und vorhersagbare sowie nach Möglichkeit über bestehende Strukturen im Partnerland erfolgende Bereitstellung der Mittel". Auf dem im September 2008 stattfindenden Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit im ghanaischen Accra wurden diese Verpflichtungen bekräftigt.
Die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP kann bereits mit dem Koalitionsvertrag zeigen, dass sie den Kampf gegen extreme Armut ernsthaft voranbringen will. WEITERLESEN
Die G8-Staaten müssen wahre Führungsstärke beweisen und - wenn sie denn das G8-Format weiter relevant halten wollen - beim Thema Entwicklung beweisen, dass sie handlungsfähig sind. WEITERLESEN
ONE setzt sich dafür ein, dass intelligente Hilfe Entwicklungszusammenarbeit bestimmt.
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Im DATA Bericht geht es um Verantwortung. Er beobachtet den Weg, den die G8 bei der Erfüllung der an Afrika gemachten Versprechen einschlagen. WEITERLESEN
Im September 2008 fand das 3. High Level Forum zur Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit in Accra statt. Im Kern ging es bei den Beratungen um die Frage, wie sich die Wirksamkeit der jährlich für die Entwicklungszusammenarbeit ausgegebenen rund $120 Mrd. erhöhen lässt.
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August bis September 2008
ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus aller Welt riefen die Entwicklungsminister der Geberländer mit zehntausenden von Briefen und hunderten von Anrufen auf, die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern. Dies blieb nicht ohne Wirkung. Die Minister reagierten mit der Verpflichtung, Entwicklungszusammenarbeit berechenbarer und transparenter zu gestalten.
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Berlin. Bono, Benno Fürmann, Rea Garvey, Cherno Jobatey, Jan Josef Liefers, Michael Mittermeier, Jana Pallaske, Minh-Khai Phan-Thi und Katja Riemann haben mindestens eins gemeinsam: Sie setzen sich mit der entwicklungspolitischen Organisation ONE dafür ein, dass während der Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung die Ärmsten der Welt nicht vergessen werden. Dass ihnen dabei jeder helfen kann, zeigt ein neuer Werbespot, der heute in Berlin vorgestellt wurde und der mit Unterstützung der CineStar-Gruppe in Kinos in ganz Deutschland zu sehen sein wird. WEITERLESEN
Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation. WEITERLESEN
Berlin. Jedes Jahr sterben weltweit 8.800.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Trotz dieser immens hohen Zahl gibt es eine gute Nachricht: es ist der niedrigste Wert seit Unicef Berichte zur weltweiten Kindersterblichkeit veröffentlicht. Grund für diesen Erfolg ist die Ausweitung relativ einfacher und preisgünstiger Maßnahmen wie Impfungen gegen Masern, Moskitonetze und Vitaminpräparate. WEITERLESEN
Berlin. Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, fordert eine Ausweitung der Entwicklungszusammenarbeit, drängt jedoch zugleich auf ihre Neuausrichtung. Die Hilfe sei in der Vergangenheit zu häufig von den Interessen der Geber bestimmt gewesen. „Seit Jahrhunderten wird Umverteilung zugunsten des Nordens organisiert. Daran ist viel Entwicklung im Süden gescheitert", sagte er im Interview mit der Organisation ONE.
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Berlin. Der Vorsitzende und Spitzenkandidat der FDP Guido Westerwelle hat Deutschlands Interesse an weiteren Erfolgen der Entwicklungszusammenarbeit hervorgehoben. Das Versprechen von G8 und EU von 2005 an die ärmsten Länder der Welt bedeute für ihn, dass die Welt verstanden habe, „wie wir alle die Globalisierung als Chance nutzen können". Armut zu lindern sei „praktizierte Nächstenliebe, aber eben auch vorausschauende Politik." WEITERLESEN
Berlin. Der Vorsitzende und Spitzenkandidat der FDP Guido Westerwelle hat Deutschlands Interesse an weiteren Erfolgen der Entwicklungszusammenarbeit hervorgehoben. Das Versprechen von G8 und EU von 2005 an die ärmsten Länder der Welt bedeute für ihn, dass die Welt verstanden habe, „wie wir alle die Globalisierung als Chance nutzen können". Armut zu lindern sei „praktizierte Nächstenliebe, aber eben auch vorausschauende Politik." WEITERLESEN
Pressemitteilungen zum Thema Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit
als gebundene Hilfe. Bei der Lieferbindung knüpft ein Geber die Vergabe von Mitteln an die Voraussetzung, dass von einem bestimmten Geberland oder einer Gruppe von Gebern Waren oder Dienstleistungen bezogen werden müssen.
die Pariser Erklärung, in der die Grundsätze niedergelegt sind, die sicherstellen, dass Entwicklungszusammenarbeit ihre maximale Wirksamkeit entfaltet.