Zwei große Regierungskonferenzen stehen uns bevor: der G8-Gipfel in Camp David (18.-19. Mai 2012) und der G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos (18.-19. Juni 2012). Für ONE sind dies besondere Gelegenheiten politische Unterstützung für neue Initiativen im Kampf gegen extreme Armut zu gewinnen.
Aus Sicht von ONE müssen die erfolgreichen Industrie- und Schwellenländer dringend einen politischen Schwerpunkt auf die Entwicklung landwirtschaftlicher Produktivität und Ernährungssicherung legen. Die Hungerkrise am Horn von Afrika ist noch nicht überstanden. Im Sahel werden wir bereits mit neuen Hiobsbotschaften zu Dürre und Ernteausfällen konfrontiert. Die Ursachen sind vielfältig. Neue Wettermuster in Folge des Klimawandels, Konflikte und zu wenig Priorität auf landwirtschaftliche Entwicklung sowohl bei Geberländern als auch bei den Entwicklungsländern sind hier zu nennen.
Fakt ist: die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt brauchen dringend mehr Widerstandskraft gegen immer häufigere Dürren und Hochpreisperioden bei Grundnahrungsmitteln. Investitionen in Landwirtschaft sind aber auch der klügste Weg, um Volkswirtschaften voranzubringen: sie haben laut Weltbank zwei bis viermal so großen Effekt auf Armutsreduzierung wie Investitionen in anderen Bereichen.
Die letzte Landwirtschaftsinitiative der G8 - die L'Aquila Food Security Initiative (AFSI) - läuft dieses Jahr aus. ONEs Berechnungen zeigen, dass diese Initiative nicht das gebracht hat, was man sich vorgenommen hatte. Die Herausforderungen sind nach wie vor da. Es ist also nicht vertretbar, dass diese Initiative nun ersatzlos entfällt. ONE hat deswegen einen umfassenden, neuen Vorschlag gemacht, wie eine neue Initiative zur Stärkung landwirtschaftlicher Produktivität aussehen kann.
Nach ONEs neuester Studie könnte die G8 dazu beitragen, 50 Millionen Menschen aus extremer Armut zu befreien und zudem für 15 Millionen Kinder die tragischen Effekte von Mangelernährung beenden.
Mehr als eine Milliarde Menschen – ein Fünftel der Weltbevölkerung – lebt von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Dieses Jahr werden 178 Millionen Kinder – doppelt so viele, wie die Bevölkerung Deutschlands – Entwicklungsstörungen erleiden, weil ihre Nahrung nicht ausreichend nährstoffreich ist. Ihre Körper und Gehirne werden sich davon nie erholen.
ONE und seine Unterstützerinnen und Unterstützer rufen deshalb Regierungen in Afrika, Regierungen der Geberstaaten und den Privatsektor dazu auf, einen Plan mit Schwerpunkt auf 30 der ärmsten Länder zu vereinbaren. Wie die neue Studie ausführt, haben diese Länder bereits intelligente, nachgeprüfte und durchgerechnete nationale Strategien für bessere Ernährung und ländliche Entwicklung ausgearbeitet. Investitionen in diese Pläne würden Kleinbauern dazu befähigen, mehr zu produzieren, mehr Einkommen zu erwirtschaften und sich so aus der Armut zu befreien. Auch Kinder hätten durch bessere Ernährung bessere Entwicklungschancen. Ein Fokus auf diese 30 Länder hätte eine Leuchtturmwirkung auf andere Staaten.
Die Studie identifiziert allerdings eine Finanzierungslücke zwischen jetzt und 2015 in Höhe von 27 Milliarden US-Dollar, da bisher erst 50 Prozent der Mittel für diese 30 Strategien aufgebracht sind.
Ein Pakt für qualitative Ernährungssicherheit sollte die folgenden Punkte aufweisen:
Zahlreiche Erfolgsgeschichten zeigen, dass der Teufelskreis aus Hunger und Armut durchbrochen werden kann. Es liegt nun an den Staats- und Regierungschefs der G8 und G20, die dazu erforderlichen Schritte zu unternehmen.
04.04.2012
Trotz des enormen Wachstums der Weltwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten – darunter auch in einigen der ärmsten Länder Afrikas – sind nach wie vor Millionen von Menschen im Teufelskreis von Hunger und Armut gefangen. WEITERLESEN
09.11.2010
Die G20 hat erkannt, dass die Unterstützung armer Länder - von denen die Mehrzahl in Afrika liegt- Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Ziels eines „globalen, ausgeglichenen Wachstums" ist. Der G20-Gipfel in Toronto im Juni bestätigte, wie wichtig es ist, die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen. Daher wurden dort Arbeitsgruppen zu den Themen Entwicklung und Korruptionsbekämpfung eingerichtet. Außerdem ist die G20 als Gruppe einige Verpflichtungen in Bezug auf Entwicklung eingegangen. WEITERLESEN
25.06.2010
Der New Yorker Gipfel bei den Vereinten Nationen im September 2010 kann die entscheidene Konferenz sein, um dem Prozess zur Halbierung extremer Armut zum Enspurt bis 2015 zu verhelfen. Die Fragen, die aus der Sicht von ONE in den Mittelpunkt gerückt werden sollten sind in diesem Papier zusammengefasst. WEITERLESEN
19.05.2010
Das Jahr 2010 ist ein entscheidendes Jahr für die Agenda globaler Entwicklung. Im Juni treffen sich die G8- und die G20-Staatschefs in Kanada. Zum einen läuft in diesem Jahr die Frist für die Erfüllung der historischen Verpflichtungen der G8 aus dem Jahr 2005 ab, zum anderen bleiben nur noch fünf Jahre bis zum Erreichen der Millenniumentwicklungsziele (MDGs) bis 2015....
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Von ONE Deutschland
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15.06.2012
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ONE hat zahlreiche Erfolgsgeschichten zusammengetragen, die zeigen, wie ein Wandel hin zu mehr landwirtschaftlicher Produktivität für die ärmsten der Armen funktionieren kann. ANSCHAUEN
ONE hat eine Studie erstellt, die den G8 und G20 einen konketen Plan zur Eindämmung von Mangelernährung und zur Stärkung von Ernährungssicherheit aufzeigt. ANSCHAUEN
ONE bittet Menschen überall auf der Welt darum, sich mit ihrer Stimme dafür einzusetzen, dass extreme Armut mit zielgerichteten, klug konzipierten Konzepten zurückgedrängt wird. Über 200.000 Menschen setzen sich bereits für unseren Vorschlag an die G8 und G20 für bessere landwirtschaftliche Entwicklung ein. MITMACHEN

