Brennpunkte

G20-Gipfel in Pittsburgh

Am 24. und 25. September kommen in Pittsburgh, Pennsylvania, die Staats- und Regierungschefs von zwanzig Entwicklungs- und Schwellenländern zum G20-Gipfel zusammen. Dieses Treffen schließt an die Gipfel im letzten November in Washington, D.C. und im April in London an.

Der Gipfel in Pittsburgh ist wieder eine Gelegenheit, Afrika ins Zentrum der Erholung der Weltwirtschaft zu rücken. In der globalisierten Welt von heute steht Afrika für einen Reichtum an bisher ungenutzten Möglichkeiten in Bereichen wie der Landwirtschaft und der Energiegewinnung aber auch intellektuellem Potential. Zusammen könnten diese Faktoren dabei helfen, die Nahrungsmittelkrise, die Finanzkrise und die Klimakrise zu überwinden. In Anerkennung der wichtigen Rolle, die der Kontinent in der heutigen Weltordnung spielt, sollten sich die G20 darauf verständigen, einen der nächsten G20-Gipfel in Afrika abzuhalten. Afrika muss Teil der Lösung sein.

Das kommende Treffen gibt der G20 auch die Gelegenheit, auf bestehende Versprechen, die in diesem Jahr auf den G8- Und G20-Gipfeln in Italien und London gemacht wurden, aufzubauen. ONE hat folgende Forderungen an die G20:

  • Stellen Sie sicher, dass Finanzzusagen für die Landwirtschaft koordiniert und ausreichend sind;
  • Spezifizieren Sie die $20 Mrd., die als Teil der Initiative zur  Nahrungsmittelsicherheit in L'Aquila (L'Aquila Food Security Initiative) zugesagt wurden und beziehen Sie auch die anderen G20-Länder ein;
  • Stellen Sie sicher, dass jedwedes globales Klimaabkommen auch Vereinbarungen zur Mobilisierung von Finanzmitteln enthält, mit denen die Entwicklungsländer dem Klimawandel begegnen können;
  • Verständigen Sie sich auf eine „Anzahlung", die Entwicklungsländer schon jetzt dabei unterstützt, dem Klimawandel zu begegnen und die das Vertrauen in die internationalen Verhandlungen stärkt;
  • Stellen Sie sicher, dass jedwedes Abkommen im Zusammenhang mit der Doha-Runde afrikanische Staaten in die Lage versetzt, von verstärkten Möglichkeiten zum Handel zu profitieren; z.B. durch Fortschritte im Bereich Subventionen, Marktzugang, Ausbau der handelsbezogenen Infrastruktur (Aid-For-Trade-Programme) und bei der Gestaltungsfreiheit in der handelspolitischen Ausrichtung;
  • Wenn solch eine Vereinbarung im Rahmen der Doha-Runde nicht möglich ist, sollten die Industriestaaten jeweils einzeln zustimmen, einen Maßnahmenkatalog mit Regeln und Richtlinien umzusetzen, der das Handels- und Investitionsklima in Afrika verbessert;
  • Regen Sie eine internationale Bewertung darüber, was notwendig ist, die Millennium-Entwicklunsgziele bis 2015 zu erreichen, und einen Aktionsplan mit Afrika in der Führungsrolle an;
  • Erhöhen und verbessern Sie die Finanzierung von Gesundheit und Bildung;
  • Unterstützen Sie Vorhaben, die Afrikas Anstrengungen zur Verbesserung von Regierungsführung und Rechenschaftspflicht voranbringen.

 

 

Empfehlungen an die deutsche Regierung vor dem G20-Gipfel in Pittsburgh

ONEs Empfehlungen an die G20 als PDF zum Download (englisch)

 

Politik Aktuell

Hintergrundpapiere

  • Der Artikel ONE im Koalitionsvertrag

    27.10.2009

    Eine ausführliche Analyse der Aussagen zur Entwicklungszusammenarbeit im aktuellen Koalitionsvertrag und ein Vergleich mit den Forderungen im Artikel ONE.
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  • Empfehlungen an die deutsche Regierung vor dem G20-Gipfel in Pittsburgh

    11.09.2009

    Am 24. und 25. September kommen in Pittsburgh, Pennsylvania, die Staats- und Regierungschefs von zwanzig Entwicklungs- und Schwellenländern zum G20-Gipfel zusammen. Der Bundeskanzlerin ist große Aufmerksamkeit der deutschen Öffentlichkeit und Presse gewiss, da der Gipfel nur zwei Tage vor der Bundestagswahl stattfindet.
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  • Der G8-Gipfel 2009 in L’Aquila: Die Legitimation zur Lösung globaler Probleme wiedererlangen

    17.06.2009

    Der G8-Gipfel 2009 findet statt ein Jahr vor dem Zieldatum für die Erfüllung der Versprechen an die ärmsten, die in Gleneagles gemacht wurden. Die G8 als Gruppe muss sowohl 2009 als auch 2010 im Schnitt $7,2 Mrd. zusätzlich für wirksame Entwicklungszusammenarbeit aufbringen, doch der diesjährige Vorsitzende der G8 - Italien - und Frankreich liegen in der Erfüllung ihrer Zusagen gefährlich weit zurück.
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  • Handel

    22.05.2009

    Den Schlüssel für die Überwindung der Armut bildet auf lange Sicht der Handel mit Gütern und Dienstleistungen.
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One Blog

Aus dem ONE Blog

20 11 2009

Zeitungsschau – 20. November 2009

Von ONE Deutschland

Deutsche Unterstützung für die AU Wie dpa und Financial Times Deutschland berichten, haben in Addis Ababa Verhandlungen über deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Afrikanischen Union (AU) stattgefunden. Die deutsche Delegation betonte die Schlüsselrolle der AU für den afrikanischen Integrationsprozess und für eine Partnerschaft in der globalisierten Welt von heute. Nach Angaben ... Weiterlesen

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19 11 2009

Zeitungsschau – 19. November 2009

Von ONE Deutschland

Deutsche EntwicklungszusammenarbeitIn einem Interview mit der Nachrichtenagentur epd hat Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) der Erhöhung des Entwicklungsetats nach dem EU-Stufenplan auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2010 eine Absage erteilt. Der EU-Stufenplan beschreibe eine Willensbekundung, aber keine völkerrechtliche Verpflichtung. In einem Jahr von 0,38 auf 0,51 Prozent ... Weiterlesen

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17 11 2009

Zeitungsschau – 17. November 2009

Von ONE Deutschland

KopenhagenEpd berichtet, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Weltklimakonferenz nach Kopenhagen begleiten wird. Niebel machte deutlich, dass er nicht mit einem verbindlichen Klimaabkommen rechne und sagte, dass er auch eine Verständigung auf klare politische und zeitliche Rahmen als Erfolg erachten würde. Christian Schwägel kritisiert auf Spiegel ... Weiterlesen

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17 11 2009

Welternährungsgipfel in Rom

Von ONE Deutschland

Gestern begann der UN-Gipfel zur Nahrungssicherheit, der noch bis Mittwoch in Rom tagt. Die Konferenz bringt etwa 60 Staats- und Regierungschefs, die verantwortlichen UN-Organisationen (wie die Welternährungsorganisation FAO und das Welternährungsprogramm WFP) sowie zahlreiche weitere Delegationen zusammen, um über die politischen Herausforderungen zur Wahrung der weltweiten Nahrungsmittelsicherheit zu beraten. Die ... Weiterlesen

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16 11 2009

Zeitungsschau - 16. November 2009

Von ONE Deutschland

FAO-Gipfel zur NahrungsmittelsicherheitDie Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass offenbar keine Führungspersönlichkeit aus den Industrieländern an der Konferenz der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) teilnehmen will. Laut FAO sind jährlich 44 Milliarden Dollar an Investitionen nötig, um die Unterernährung zu beseitigen. Aber von bestehenden Entwicklungshilfegeldern werde zu wenig in die ... Weiterlesen

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13 11 2009

Wer zahlt?

Von ONE Deutschland

Die Industrieländer haben den Klimawandel durch ihre Wirtschaftsweise mit herbeigeführt. Die Rechnung liegt nun auf dem Tisch der Verhandler von Kopenhagen, denn die Kosten fallen erstmal bei den Armen dieser Welt an. Aber nur wenige Wochen vor Gipfelbeginn ist noch recht unklar, wie sich die Rechnung aufteilt. Aktuelle Hintergründe von ... Weiterlesen

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Presse

Pressemitteilungen zum Thema

  • „Macht einen G20-Gipfel in Afrika“, fordert Entwicklungsorganisation

    23.09.2009

    Berlin. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich in Pittsburgh. Die entwicklungspolitische Organisation ONE drängt sie, Afrika ins Zentrum der Überlegungen zur Überwindung der Krise zu stellen - und einem G20-Gipfel in Afrika zuzustimmen. WEITERLESEN

  • ONE fordert Klarheit über G8-Plan zur Nahrungsmittelsicherheit

    10.07.2009

    Berlin/L'Aquila. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den Plan der G8 zu mehr Nahrungsmittelsicherheit für die ärmsten Bauern der Welt begrüßt. Der Plan wurde in letzter Minute mit 20 Milliarden US-Dollar statt 15 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre ausgestatte und enthält wichtige Schritte für eine effektivere Unterstützung der ländlichen Entwicklung.

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