SMART - Wie helfen die neuen Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit?
Effektive Entwicklungszusammenarbeit ist nur ein Teil dessen, was für nachhaltiges Wachstum und Armutsreduzierung in Afrika gebraucht wird. Mehr Handel, Investitionen und insbesondere gute Regierungsführung sind ebenso essentiell. Aber korrekt angewendet kann Entwicklungszusammenarbeit den Fortschritt auf diesen Feldern befördern.
Man kann das im Englischen auf den Begriff SMART bringen:
Sufficient: Mittel müssen in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt werden, um die anvisierten Ziele zu erreichen.
Measurable: Hilfe muss messbar sein, damit Steuerzahler und Empfänger Ergebnisse sehen und zu festgelegten Zeitpunkten Fortschritte überprüfen können.
Accountable: Gegenüber den Bürgern der Entwicklungsländer muss Rechenschaft abgelegt werden.
Responsive: Hilfe muss immer eine Antwort auf die speziellen Bedürfnisse der Bürger sein, für die die Hilfe gedacht ist.
Transparent: Hilfe muss so geleistet werden, dass Medien und Zivilgesellschaft sie nachvollziehen können.
Es gibt in der Tat überholte Formen der „Hilfe", die gute Regierungsführung untergraben und sinnvolle Investitionen verhindert haben. Das gilt etwa, wenn der Kauf von Waren und Dienstleistungen aus dem Geberland zur Bedingung gemacht wird, wenn ein befreundeter Diktator aus geopolitischen Erwägungen gestützt wird oder wenn an den Grünen Tischen der Industriestaaten Projekte entworfen werden, die keinen Bezug zu den Wirklichkeiten in Afrika haben. Intelligente Hilfe setzt auf die Erfolge jüngerer Ansätze, die in den letzten zehn Jahren zunehmend zur Anwendung kommen. Grundlage sind gut geführte Mechanismen entweder im privaten, öffentlichen oder im Non-Profit-Sektor. Ständiges Prinzip sind Transparenz, Rechenschaftspflicht und Kontrollroutinen, um Korruption auszuschließen und gute Regierungsführung zu befördern.
Ausdruck des fortlaufenden Prozesses, Entwicklungszusammenarbeit effektiver zu machen ist die Accra Agenda, die über 100 Regierungen 2008 auf der Dritten Konferenz zur Wirksamkeit der Hilfe in Ghana beschlossen haben. Diese Initiative soll Koordination und Kooperation verbessern und sich noch stärker an den Bedürfnissen der Partnerländer ausrichten. Obwohl sich die Methoden verbessern, ist nicht jede Form heutiger Entwicklungszusammenarbeit ideal. Der Prozess zur Optimierung älterer Ansätze dauert noch an und muss fortgeführt werden - auch weil bestimmte Formen der Zusammenarbeit Bürokratien erzeugen, die dann ein Eigeninteresse an ihrem Fortbestand entwickeln. Neuere Ansätze wirken dem entgegen.
Es gibt zahlreiche Beispiele, die überall in Afrika tatsächlich greifbare Resultate bringen: ob in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Außenhandels- und Investitionsförderung oder bei der Unterstützung der afrikanischen Zivilgesellschaft im Kampf gegen Korruption und für Rechenschaftslegung durch ihre Regierungen.
Auf der Makro-Ebene kann man feststellen, wie intelligentere Ansätze seit 2000 dazu beigetragen haben, 34 Millionen Kinder zusätzlich einzuschulen, die Malaria-Todeszahlen in Ländern wie Ruanda und Äthiopien seit 2006 zu halbieren und seit 2003 etwa drei Millionen Afrikaner mit lebensrettenden, antiretroviralen Medikamenten auszustatten.
Aber es gibt auch im kleineren Maßstab viele interessante und ermutigende Beispiele:
Erfolgsgeschichten intelligenter Hilfe.
Eine ausführliche Analyse der Aussagen zur Entwicklungszusammenarbeit im aktuellen Koalitionsvertrag und ein Vergleich mit den Forderungen im Artikel ONE.
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Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
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Es gibt zahlreiche Beispiele, die überall in Afrika tatsächlich greifbare Resultate bringen: ob in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Außenhandels- und Investitionsförderung oder bei der Unterstützung der afrikanischen Zivilgesellschaft im Kampf gegen Korruption und für Rechenschaftslegung durch ihre Regierungen. WEITERLESEN
Ebenso wichtig wie der Umfang der bereitgestellten Mittel ist die Qualität der Entwicklungszusammenarbeit.
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