Im DATA Bericht geht es um Verantwortung. Er beobachtet den Weg, den die G8 bei der Erfüllung der an Afrika gemachten Versprechen einschlagen. Die Hoffnungen und das Wohlergehen, der „unteren Milliarde" hängen - zum Teil - von der Einlösung des Paktes ab, den die G8 und die afrikanischen Staaten 2005 auf dem Gipfel von Gleneagles miteinander geschlossen haben.
Auf dem Gipfel im Jahr 2005 gingen die Staats- und Regierungschefs der G8 historische Verpflichtungen gegenüber Afrika ein: nämlich den Kontinent bei der Beseitigung der Armut, der Verbesserung der Gesundheit, der Belebung des Handels, dem Erlass der Schulden und der Verbesserung der Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen. Das alles soll bis zum Jahr 2010 geschehen sein. Mit dem DATA Bericht schaut sich ONE jedes Jahr an, wie die G8 bei der Erfüllung dieser Versprechen im Detail vorankommen - einerseits jedes Land für sich und andererseits die Gruppe insgesamt.
Was sagt also der DATA Bericht 2009 über die Fortschritte der G8 bei der Erfüllung des Versprechens zur offiziellen Entwicklungszusammenarbeit (ODA)? Die Mehrheit der G8 macht Fortschritte, doch zwei Länder - Italien und Frankreich - schwächen das Gesamtergebnis.
Bis zum Ende des Jahres 2008 haben die G8 nur ein Drittel ($7 Mrd.) des gesamten ODA-Versprechens in Höhe von $21,5 Mrd. eingelöst. Einige Länder schneiden dabei besser ab als andere: Kanada, Japan und die USA werden ihre eher bescheidenen Versprechen einlösen - oder übertreffen; Deutschland und Großbritannien arbeiten weiter daran, ihre ambitionierten Ziele zu erreichen. Frankreich enttäuscht und Italien ist klar gescheitert. Mit Blick auf das Jahr 2009 nimmt ONE an, dass die G8 dann die Hälfte ihrer Versprechen eingelöst haben wird. Das bedeutet, dass sie innerhalb eines Jahres die andere Hälfte wird aufbringen müssen.
Was sind einige der Kernaussagen des DATA Berichts 2009? Zwar hat sich die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit bereits verbessert, doch muss es noch mehr Fortschritte geben; durchdachte Hilfe liefert weiterhin lebensrettende Ergebnisse. Die gesamte G8 versagt gemeinsam bei dem Vorhaben „dass Handel für Afrika funktionieren soll"; und obwohl die G8 sich in Bezug auf den Schuldenerlass an ihr Wort halten, droht die Wirtschafts- und Finanzkrise alle bisherigen Erfolge zunichte zu machen.
Da es nur noch 18 Monate bis zum Ende des Jahres 2010 sind, hat die G8 noch einen anstrengenden Weg vor sich, um die Versprechen zu erfüllen. Doch es ist kaum vorstellbar, dass es einen wichtigeren Moment geben könnte, so bedeutsame Versprechen zu halten.
Den gesamten Bericht sowie aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite zum DATA Bericht 2009
Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
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Die Webseite zum DATA Bericht 2009 (englisch). WEITERLESEN
Deutschland hat sich verpflichtet, bis spätestens 2010 0,51 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für die öffentliche Entwicklungshilfe bereitzustellen. Dieser Anteil soll dann bis 2015 auf 0,7 Prozent steigen. WEITERLESEN
Deutschland ist weltweit der größte Exporteur von Gütern. Daher profitiert Deutschland von offenen Handelsbeziehungen, die neue Märkte erschließen.
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Gestern verstärkte Bob Geldof für einen Tag unser Team in Berlin. Wichtigstes Thema für uns in dieser Phase ist natürlich der Entwurf zum Bundeshaushalt, der mit darüber entscheiden wird, ob Deutschland sein Versprechen an Afrika halten wird. Am Vormittag trafen sich Bob, Tobias Kahler und Andreas Hübers deshalb im Bundesfinanzministerium ... Weiterlesen
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Tobias Kahler, Direktor von ONE in Deutschland, bei der Vorstellung des DATA Berichts 2009 in Berlin:Die Vorstellung des DATA-Berichts hat in diesem Jahr besondere Relevanz. Zum einen sind die Versprechen der G8 im nächsten Jahr fällig und in dem laufenden Haushaltsverfahren muss nun etwa Deutschland seine Zusagen einhalten. Zum ... Weiterlesen
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Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes. WEITERLESEN
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