Jedes Frühjahr versammeln sich die Ausschüsse der obersten Gremien von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington, um über die Ergebnisse der Arbeit von Weltbank und IWF bei der Reduzierung der Armut, der Förderung der Wirtschaftsentwicklung und der Lenkung des internationalen Finanzwesens zu berichten. Die diesjährigen Frühjahrstreffen fanden vom 25. bis 26. April statt.
Die Treffen sind für Regierungen, Zivilgesellschaft, privaten Sektor und Presse stets von großem Interesse. Aufgrund der weltweiten Finanzkrise und der auf dem G20-Gipfel in London zugesagten $1.100 Mrd. an Mitteln für Länder mit niedrigem Einkommen, von denen ein Großteil über die Weltbank und den IWF fließen werden, waren die Frühjahrstreffen für die Entwicklungsländer dieses Jahr von besonderer Bedeutung. Die zugesagten Mittel könnten afrikanische Länder, die hart vom Zusammenbruch der globalen Wirtschaft getroffen sind, entscheidend auffangen. Von den G20 war jedoch nur wenig darüber zu hören, auf welche Art und Weise diese Mittel bereitgestellt werden.
Genauere Angaben dazu sind aber von größter Bedeutung. Die Mittelvergabe wird darüber entscheiden, ob arme Länder auch während der Finanzkrise ihren Entwicklungsprozess fortsetzen können. Die Art der Vergabe ist von entscheidender Bedeutung für die Frage, ob arme Länder bei der Beschaffung neuen Geldes für Investitionen in das Gemeinwohl in eine neuerliche Schuldenkrise geraten.
Im Nachlauf zum Frühjahrstreffen muss festgelegt werden, dass Länder mit niedrigem Einkommen, insbesondere in Afrika, die Mittel erhalten, die sie benötigen, um diese Finanzkrise zu überstehen, ohne erneut riesige Schulden anzuhäufen. Dazu schlägt ONE dem IWF eine Neubewertung der Goldreserven und die Nutzung des Überschusses zur Vergabe von Krediten zu äußerst niedrigen Zinsen für afrikanische Länder vor. Darüber hinaus schlägt ONE eine Fortsetzung der Gespräche über die Reform der internationalen Finanzinstitutionen und -regelungen vor.
Am Wochenende kamen Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) zu ihren traditionellen Frühlingstreffen zusammen. An deren Ende standen ein paar „historische“ und teilweise unerwartete Änderungen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte, wurden die Stimmrechte bei der Weltbank neu verteilt und gleichzeitig wurde eine Kapitalerhöhung vereinbart. Allerdings könnte Afrika bei einem Bericht ... Weiterlesen
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Die Themen heute: Mehr Einfluss für Schwellenländer? - Uneinigkeit beim Thema Bankenabgabe - Subventionen und die Landwirtschaft - Europäischer Diplomatischer Dienst - Bashir gewinnt Wahl im Sudan - 1. Mehr Einfluss für Schwellenländer? Schwellenländer haben bei der Weltbank mehr Stimmrechte erhalten: so hätten die „Länder des Südens“ nun insgesamt 47,19 % aller Stimmrechte inne, berichtet ... Weiterlesen
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Berlin, 3. April 2009.
ONE hat die Abschlusserklärung des Londoner Gipfels begrüßt, warnte jedoch vor einer neuen Überschuldung der ärmsten Länder.
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