ONE Auftaktveranstaltung 2011

Reich an Rohstoffen und dennoch bitter arm – das scheint das Schicksal vieler afrikanischer Länder zu sein. Diesem so genannten „Rohstoff-Fluch“ sollen Initiativen für mehr Transparenz entgegenwirken, so dass mit Öl, Kupfer, Kobalt und Co. auch die Entwicklung gefördert wird. Die USA sind letztes Jahr vorangegangen und haben verpflichtende Transparenzregeln in diesem Sektor eingeführt. In den USA muss nun jedes an der Börse notierte Rohstoffunternehmen genau angeben, wie viel Geld an die Regierungen der Länder geflossen ist, in denen die Rohstoffe gefördert werden. Dieser Schritt hat jetzt auch die Debatte über solche Regelungen in Europa weiter entfacht.

Deshalb hat ONE Deutschland das Thema 2011 oben auf die Agenda gesetzt. Mit einer Veranstaltung zum Thema wollten wir herausfinden, wie Politik und Wirtschaft in Deutschland und Europa darauf reagieren, und ob diese Gesetze helfen, um Korruption wirksam einzudämmen und Entwicklung voranzutreiben? Rede und Antwort standen uns: Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Prof. Dr. Helmut Reisen, Head of Research OECD Development Center, Dr. Stormy-Annika Mildner, Senior Fellow Stiftung Wissenschaft und Politik, Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Prof. Dr. Peter Eigen, Vorsitzender von der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), Dr. Bright Okogu, Generaldirektor der nigerianischen Haushaltsbehörde und Joseph Williams, Chef-Koordinator von „Publish What you Pay“. Moderiert wurde die Runde von Dr. Jan Lublinski.

Die Veranstaltung war für uns Anlass, dem Thema Transparenz im Rohstoffsektor eine eigene Seite auf der Homepage zu widmen. Neben einem Film von der Veranstaltung und Fotos von dem Abend findet ihr hier ab jetzt alles, was auf unserem Blog oder in den Medien dazu läuft.